HOCHSENSIBILITÄT - WAS IST DAS?

 

Was bedeutet es hochsensibel zu sein?

 

Wir werden jeden Augenblick von unzähligen Impulsen/Reizen überflutet. Es gibt wohltuende Impulse von außen, wie das Zwitschern der Vögel oder das Lachen im Gesicht eines glücklichen Kindes. Und es gibt auch nicht so schöne,  wie quietschende Bremsen oder laute, aufdringliche Musik in einem Geschäft, grelle Farben und Fotos auf einem Plakat, und nicht zu vergessen, viele online Angebote und Seiten.

 

Nicht genug. Darüberhinaus gibt es auch Reize und Impulse von innen, schöne und auch nicht so schöne Gedanken, Ideen, Erinnerungen . Unser Gehirn filtert die Eindrücke aus, die für uns gerade wichtig und nützlich sind. Die anderen vergisst es. Die gefilterten Eindrücke müssen allerdings erst "verarbeitet" werden, erst dann können sie abgespeichert werden. Hier für brauchen Hochsensible mehr Zeit und Ruhe. Ist das nicht möglich überkommt sie ein Gefühl des "Zuviel". Sie leiden unter einer Überflutung ihrer Sinnesreize. Sie werden unruhig, nervös und oft auch verwirrt. Von Grund auf eher scheue, friedvolle, mitfühlende und liebevolle Wesen wissen sie sich in solchen Situationen oftmals nicht anders zu helfen als ins Gegenteil zu fallen: sie werden laut, launisch und schreien. Manche bekommen Schweißausbrüche, erröten, stottern. Andere werden ziehen sich zurück, was für das Umfeld oft unverständlich ist. Eine chronische Überstimulation kann zu Depression, Angst und sozialen Phobien führen.

 

Das Phänomen der Hochsensibilität ist nicht zu verwechseln mit Narzissmus! Während hochsensible Menschen für alle Lebensformen, sei es Mensch, Tier oder Pflanze, ein großes Mitgefühl zeigen, ist die Sensibilität eines Narzisten rein auf sein eigenes Wohlergehen fokussiert.

 

 

 

LITERATUR

E.Aron, The Highly Sensitive Person

Petra Tomschi, Das Vielfühler Buch

 

WEBSEITEN

www. hochsensibel.org (mit Kontaktadresse vor Ort)

www.hsp-muenchen.de